„Neulich“… in der Marktwirtschaft
Hier spricht die Marktteilnehmerin Dr. Jutta Hastenrath und berichtet über Ihre Erlebnisse als Konsumentin im Oberzentrum Lübeck und seiner idyllischen Umgebung. Ein gewisser Einfluss ihrer langjährigen Berufstätigkeit als Unternehmensberaterin kann nicht abgestritten werden, ist doch die (teilnehmende) Beobachtung die Vorstufe der Analyse und diese die Grundlage von Entscheidungen und Handlungen. Hinweise auf weitere Erlebnisparks werden dankend entgegengenommen.
Neulich… beim Sportschuhkauf
Oder: Wie meine Marke mich verlor
Neulich war es so weit. Meine Laufschuhe wollten nicht mehr zusammenhalten. Ersatz musste her. Außerdem stand mein Sinn nach waldlauffähigen Gefährten mit Profilsohle für Auslauf im heimischen Wesloe Forest. Bislang war ich markentreu.
Das Branding hatte mit mir als Kundin gut funktioniert, schon immer. In der Jugend trug ich die mit dem schwarzen Jagdtier, gelegentlich die mit dem Salmiakkaro, seit USA-Zeiten dann die mit dem „Swosh…!“ auch wenn sie in Kinderarbeit hergestellt werden. Was jedenfalls noch nie an meinen Fuß gekommen war, das waren die anderen aus Herzogenaurach. „Ach – die da“ waren immer zu breit – und vor allem zu spießig, geben wir es doch zu. Diesen Beitrag weiterlesen »
Neulich… beim Blumenkauf
Wie unsere Reporterin Jutta Hastenrath neue Pflanzenkunde lernte und sich über viele Eier wunderte
Neulich, genauer gesagt um die Osterzeit, erhielt ich ein Geschenk. Es handelte sich um ein Gesteck aus mehreren eingefärbten Bambusstangen, in deren Mitte sich ein Reagenzglas befand mit einer (sic!) sehr schönen Gerbera, umgeben von einigen Blattteilen einer Fetthenne und dekoriert mit einigen Eierschalen, Moosflocken und Holzstäbchen, eingebettet in einen sportlichen Metallbehälter. Objektiv betrachtet ein sehr schönes Arrangement und stilvoll. Auf meine Nachfrage, woher das Arrangement denn käme, wurde mir ein Florist* genannt. Diesen Beitrag weiterlesen »
Neulich… in der Reinigung
oder: Die moderne Form der Inquisition
oder: wie die Kuh in die Reinigung kam und meine Hose auf Kur war
Neulich war es einmal wieder so weit: Ein Berg nichtwaschmaschinentauglicher Kleidungsteile, sprich Businessanzüge und –kostüme, sogenannte Festkleidung und ähnliches musste in die chemische Reinigung gebracht werden. Da die uns bekannten Institute dieser höheren Weihe in der Innenstadt wochentags durchweg früh abends schließen, kann es schon mal vorkommen, dass die Linksunterzeichnerin an einem Samstag morgen (bitte vor 12 Uhr, dann wird geschlossen), im Joggingdress und leicht zerzaust mit 1-2 Körben voller Kleidung solch ein Etablissement betritt, während vor der Tür – selbstverständlich im Halteverbot – der beste aller Parksünder das Fluchtauto bereit hält. So auch neulich. Nachdem ich erst einer umständlichen Diskussion zwischen der Kundin vor mir und der Bedienung über die Einlieferung von 3 Stück Bettwäsche in die sogenannte Mangelwäsche (dauert 1 Woche und ist eben Wäsche plus Mangeln) zuhören durfte, kam mein Auftritt. Den wiederum durften die Herrschaften hinter mir live miterleben. Ein bisschen Gerechtigkeit muß ja im Leben auch sein. Diesen Beitrag weiterlesen »